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Das alte Leipziger Eisenbahntor

































Quellen

1840 wurde die erste Magdeburger Eisenbahnstrecke eröffnet, die Strecke Magdeburg-Leipzig. Um die Strecke in die Festungsstadt integrieren zu können, es herrschte akuter Platzmangel, wurde am westlichen Elbufer Gelände aufgeschüttet und zur Elbe hin mit einer Mauer abgefangen. Außerdem wurden Teile des neu angelegten Klosterbergegartens für Gleisanlagen geopfert. Die Eisenbahnstrecke führte durch das Glacis des Fort „Stern“ (siehe Stern) und wurde vom Fort geschützt. Weiteren Schutz sollte die dafür verstärkte Bastion Cleve (siehe Bastion Gebhardt/Cleve) geben. Durch das neu angelegte Leipziger Eisenbahntor unterhalb des Rondells Cleve, das älteste Eisenbahntor Deutschlands, wurde die Eisenbahn in die Festung geführt.


rechts die östliche Torkasematte mit dem geschlossenen Torbau, links das Rondell Cleve

noch erhaltene, östliche Torkasematte des alten Leipziger Eisenbahntors

Das kompakte dreiteilige Eisenbahntor sperrte das Gelände zwischen Fürstenwall und Elbe. Es bestand aus Bruch- und Werksteinen. Die Gewölbedecken aus Ziegelmauerwerk waren erdbedeckt. Vor dem Tor befand sich ein Graben mit Zugbrücke, die jedoch noch vor 1870 wieder beseitigt wurde. In den 1850-er Jahren wurden Kasemattengebäude abgerissen und durch einen geschlossenen Torbau ersetzt, der bereits 1870 teilweise wieder abgerissen wurde. Nach weiteren Rückbauten blieb nur die östliche Torkasematte des alten Leipziger Eisenbahntors bis heute erhalten.