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Die alte Westfront der Festung Magdeburg

Die alte preußische Westfront entstand zwischen 1680 und 1740 unter Kürfürst Friedrich Wilhelm, König Friedrich I. und dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. Die Bastionen des inneren Gürtels, Pommern“ (1), Minden“ (2) und Ravensberg“ (3) entstanden zuerst, gefolgt von Ravelins und zuletzt den Bastionen des äußeren Festungsgürtels Leopold“ (4), Arnim“ (5), Stillen“ (6) und Dönhoff“ (7) mit Reduits.








Durch die Bastion „Minden“ (2) führte die Torpassage des alten Ulrichstores (8, siehe Tore), über mehrere Zugbrücken und zwischen den Bastionen „Arnim“ (5) und Stillen“ (6) hindurch, die sich häufig änderte.








In den 1720-er Jahren entstand in der Zwingeranlage zwischen Stadtmauer und Hauptwall, von der Bastion „Anhalt“ bis zum Krökentor, eine Barackenstraße, die sich zur späteren Kasernenstraße (10) entwickelte. Um 1800 fand, in Vorahnung des nahenden Krieges, eine Vereinfachung der Werke statt, um die Verteidigungskraft zu erhöhen. 1816 wurden die Werke mit Blockhäusern und Pulvermagazinen ergänzt.






Militärgefängnis „Roter Krug“ und Wartturm hinter der Stadtmauer (im Hintergrund St. Sebastian und der Dom)

Passage des Ulrichstores um 1750





1822-25 entstand nördlich der Bastion „Ravensberg“ (3, Bild ganz oben), an Stelle der Tenaille „Ravensberg“ (9, Bild ganz oben) die Kaserne „Ravensberg“ (siehe Kasernen), eines von mehreren Quartieren des 3. Magdeburgischen Infanterieregimentes Nr. 66 (siehe Magdeburger Regimenter). Ab 1850 wurden auch die Bauwerke der alten Westfront mit Quertraversen ergänzt.Nach dem Krieg 1870/71, im Zuge der westlichen Stadterweiterung mit Errichtung des Zentralbahnhofes 1873 sowie einer neuen Westfront (siehe neue Westfront), wurden die Werke der alten Westfront eingeebnet. Es entstand das neue Ulrichstor (siehe Tore) am heutigen Damaschkeplatz und die großzügigen Bürgerquartiere an der Otto-von-Guericke-Straße und im neuen Bahnhofsviertel wurden errichtet. Unter manchem Haus kann man dort noch auf uralte Kellergewölbe stoßen, Reste der alten preußischen Westfront, von der weiter nichts erhalten geblieben ist.





Quellen

Defensionskaserne „Ravensberg“, Hofseite

Defensionskaserne „Ravensberg“, Straßenseite (heute befindet sich auf dem Grundstück die Oberfinazdirektion)