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Südfront der Festung Magdeburg

Zur Zeit der Belagerung und Erstürmung Magdeburgs 1631 bestanden die Verteidigungswerke der Südfront neben Stadtwall und Graben aus dreieckigen Ravelins sowie Kron- und Hornwerken. Eine besondere Rolle spielten die Eck-Bastionen Gebhardt“ und Heydeck“.

Rekonstruktionsversuch von Helmut Menzel, FG Fetsungsanlagen

1680 fiel Magdeburg endgültig an Brandenburg, womit der Umbau der bestehenden Werke zu neuzeitlichen Bastionen begann.

Ab 1688 erfolgte die Umgestaltung der Bastion „Heydeck“ (siehe Bastion „Haydeck“) zur Bastion „Anhalt“ (1) und der Bastion „Gebhardt“ (siehe Bastion „Gebhardt“) zur Bastion „Cleve“ (3). Die alte Hauptwallverbindung und die alten Stadtmauertürme Zu den weißen Mönchen“ und Am roten Krug“ blieben erhalten. An Stelle des siebeneckigen Oktogons der Bastion „Haydeck“ entstand die rautenförmige Bastion „Anhalt“ (1). Das schiefwinklige neue Festungswerk Bastion „Cleve“ (3) wurde durch ein defensives Hornwerk im Innern untergliedert. Davor errichtete man noch ein flaches kleines Ravelin zur Sicherung des Elbzuganges.

1721 begann der Bau des 1714 von Ing.-Oberstleutnand von Bosse im Auftrag des Gouverneurs Fürst Leopold von Anhalt Dessau entworfenen Fort Berge“ (4). Die wegen ihrer äußeren Form als Stern“ (siehe „Stern“) bezeichnete Anlage war das stärkste Verteidigungswerk der preußischen Festung Magdeburg. Das Gelände des Stern“ umfasste etwa achteinhalb Hektar.

Um 1760 hatte die Südfront ihre größte Ausdehnung innerhalb der damals stärksten Festung Preußens erreicht. Zwischen den beiden Eck-Bastionen befand sich die Bastion „Oranien“ (2), an deren westlicher Seite die Passage (6) des alten „Sudenburger Tores“ (5, siehe Tore) verlief. Vor den drei Bastionen lagen die Kontregarden „Cleve“ und Oranien“ sowie die Lünetten „Cleve“ und Anhalt“, ergänzt durch elbseitig gestaffelte Tenaillierte Werke.

Südfront mit Torpassage des alten Sudenburger Tores (Außenseite)

Stadtseite des alten Sudenburger Tores

Nach dem Krieg 1870/71 wurde die gesamte Südfront im Zuge der Stadterweiterung eingeebnet. Die Grundstücke wurden größtenteils an den Magistrat der Stadt Magdeburg verkauft. In die weiter südlich gelegene neue Südfront (siehe neue Südfront) integrierte man den Stern“ und bezeichnete ihn nun als Kavalier II. An der Ostseite des Kavalier II“ entstand als südlicher Stadtzugang das Buckauer Tor (siehe Tore).

Neue Südfront um 1880, mit integriertem „Stern“ (1) und Buckauer Tor (2)

Eingangstor des integrierten „Stern“