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Das Ulrichstor

Die erste westlich des Breiten Weges sich erstreckende Stadterweiterung erfolgte 1125. Sie umfasste einen kleinen Kirchenbau, der unmittelbar westlich des Breiten Weges lag, die Anfänge der Ulrichsgemeinde. Die Einfriedung fand 1150 ihren Abschluss. Ein einfaches Tor befand sich südlich neben der späteren Ulrichskirche, etwa wo sich heute neben dem Springbrunnen der Ernst-Reuter-Allee die Einmündung der Krügerbrücke befindet. Die kleine Siedlung wuchs ständig und machte um 1200 den Bau einer neuen Umwallung nötig, etwa 100 Meter westlich. Das hier entstandene Tor trug bereits den Namen Ulrichstor, nach der nahen Pfarrkirche und wurde 1361 erstmals erwähnt. 1467 wurde es umfassend umgestaltet.







Rekonstruktionsversuche des alten Ulrichstores von Helmut Menzel, FG Festungsanlagen




1626 wurde ein großes Ravelin mit Graben, Wall und Brustwehr vor dem Tor errichtet. Während der Belagerung 1631 wurde das Tor durch Brand stark beschädigt und 1632 beim Abzug des Grafen von Mansfeld und des Generals von Pappemheim gesprengt. Es blieb bis 1657 geschlossen. 1666 rückte die brandenburgische Garnison unter dem Großen Kurfürsten in Magdeburg ein. Erst 1773 ließ Friedrich II. das Ulrichstor grundlegend umbauen. So wurden die Türme größtenteils abgetragen und die Kaponnieren bis auf Wallhöhe zurückgebaut und erdbedeckt. 1700-09 wurden die Außenwerke verändert. Aus dem Ravelin wurde die Bastion „Minden“ mit Facen, Flanken, Wall und Rampen. Damit änderte sich auch die Torpassage. Sie führte nun über mehrere Zugbrücken zwischen der Bastion „Armin“ und der Bastion „Stille“ hindurch. Etwa von 1720-30 entstand zwischen Stadtmauer und Hauptwall die Barackenstraße, spätere Kasernenstraße.






Neues Ulrichstor, Feldtseite, vor dem Abriss


Neues Ulrichstor, Stadtseite, während des Abrisses 1895


Quellen

Das alte Ulrichstor wurde im Zuge der westlichen Stadterweiterung ab 1871 abgerissen. Ein neues Ulrichstor entstand weiter westlich, am heutigen Damaschkeplatz. Das neue Tor wurde jedoch bereits 1895 wieder abgerissen, da es den zunehmenden Verkehr massiv behinderte.