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Die Eisenbahntore am Elbbahnhof























































Quellen

Nach dem Abriss der alten preußischen Südfront war auch das alte Leipziger Eisenbahntor (siehe altes Leipziger Eisenbahntor) an deren einstiger östlicher Ecke funktionslos geworden. 1870-73 entstanden an der neuen Südostecke der Kernfestung die Eisenbahntore am Elbbahnhof. Geschützt wurden sie östlich vom Kavalier I (siehe Kavalier I „Scharnhorst“) und westlich vom Kavalier II (siehe „Stern“). Die Eisenbahntore befanden sich nördlich des heutigen Sternbrückenteils über dem Parkplatzgelände (ehemals Elbbahnhofsgelände). Durch die zweigeteilte Toranlage führten insgesamt acht Streckengleise. Die überdeckten Tordurchfahrten konnten mit technisch aufwendigen Stahlblechtoren verschlossen werden. In den äußeren Torbereichen und zwischen den beiden Streckenbündeln befanden sich schützende Kasematten mit Erdabdeckung. Die Wälle waren über Außentreppen erreichbar. Über Tore und Kasematten hinweg führte ein Weg, der die Altstadt mit dem Klosterbergegarten verband. Der Park auf der westlichen Elbseite, der auch heute noch existiert, war für den Bau der Gleisanlagen durchtrennt worden und hatte damit einen Teil seiner Fläche eingebüßt.

1878 gab es zwischen der Toranlage und den flankierenden Kavalieren Umbauten in den Wällen, u. a. wurden mehrere Quertraversen angelegt. Um 1900 wurden die Tore bis auf wenige Reste an der Ost- und Westseite abgetragen. 1922 konnte der dabei verloren gegangene Verbindungsweg ersetzt werden, durch den südlichen Teil des neu errichteten Sternbrückenzuges, der auch heute noch existiert. Die Fassade und die Treppen der östlichen Torkasematte wurden 2012 aufwändig saniert.


Die Toranlage im Modell des Kavalier I „Scharnhorst“ (zu besichtigen im Kulturhistorischen Museum Magdeburg), Blickrichtung Süden



Lageplan der Eisenbahntore am Elbebahnhof



Ansicht der östlichen, restaurierten Torkasematte 2013, Blickrichtung Norden