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Die Bastion Heydeck

Zur Zeit der Belagerung und Erstürmung Magdeburgs 1631 bestanden die Verteidigungswerke der Südfront neben Stadtwall und Graben aus dreieckigen Ravelins sowie Kron- und Hornwerken. Eine besondere Rolle spielte die Eck-Bastion Heydeck“.





Im Zuge der drohenden Belagerung 1550 erbaute man an der Südwestecke der Umwallung die Eckbastion „Heydeck“. Sie befand sich etwa im heutigen Kreuzungsbereich Otto-von-Guericke-Straße/Danzstraße. Die Bauarbeiten gingen zügig voran. Als die Belagerung Magdeburgs 1550 begann, war die Bastion „Heydeck“ bereits vollendet. Ihr Name würdigte den Freiherrn Baron Hans von Heydeck, einen Oberst aus Württemberg, der aus den Diensten des Kurfürsten Moritz von Sachsen nach Magdeburg geflohen war, wo er sich bei der Befestigung und Verteidigung der Stadt ausgezeichnet hatte. An der Südwestecke der alten Stadtmauer bzw. des neuen Walles, hinter der Bastion befand sich noch der alte Wehrturm Zu den weißen Mönchen“, der 1365 erstmals erwähnt wurde. Er stand auf dem Grundstück eines ehemaligen Karmeliterklosters, dessen Reste 1546 von den Mönchen abgerissen wurden. Ihre weißen Kutten hatten wohl die Namensgebung des Turmes beeinflusst.

1666 wurde Magdeburg mit Einzug einer brandenburgischen Besatzung zur Garnisonstadt und fiel 1680 endgültig an Brandenburg, womit der Bau neuzeitlicher Bastionen begann. Ab 1688 erfolgte der Umbau des siebeneckigen Oktogons der Bastion „Heydeck“ zur rautenförmigen Bastion „Anhalt“ (siehe Bastion „Anhalt“). Die alte Hauptwallverbindung und die alten Stadtmauertürme Zu den weißen Mönchen“ und Am roten Krug“ blieben erhalten.







Quellen

Abgebildet ist die Bastion „Heydeck“ von Nordwesten gesehen. Der westliche Hauptwall war zur Stadt hin durch eine Zwingeranlage abgeschottet.


Abgebildet ist der Turm „Zu den weißen Mönchen“ von der Feldseite aus gesehen und ein Teil der Bastion „Heydeck“ mit einem halbrunden Eckbastiönchen im Bereich des Niederwalles, sowie der halbrunde Geschützturm zwischen dem „Heydeck“ und dem Sudenburger Tor.