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Die Bastionen „Hessen“ und „Hessen“ detachiert

Die Bastionen Hessen“ und Hessen“ detachiert befanden sich in der Nordfront“ der Preußischen Festung Magdeburg.






Die Bastion Hessen“ (9) gehörte zur inneren Umwallung der Festung Magdeburg und markierte den Übergang von der Nordwest- zur Nordfront. Sie wurde 1688, zur Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm und des Königs Friedrich I. errichtet, anstelle des veralteten Hornwerkes vor dem Krökentor (KT). Sie schützte auch die Torpassage des Krökentores.


Die Bastion Hessen“ detachiert (32) gehörte zur äußeren Umwallung der Festung Magdeburg und entstand wenig später, zur Zeit der Regentschaft des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. Die Torpassage der Hohen Pforte (HP) schlängelte sich dort teilweise hindurch und wurde so geschützt.



Um 1800 erfolgte eine Vereinfachung der Werke, wodurch die Verteidigungskraft erhöht werden sollte. 1816 wurden die Bastionen ergänzt mit Blockhäusern und Pulvermagazinen. Ab 1850 wurden zahlreiche Quertraversen darin errichtet.







Seit 1863 rangen die Magdeburger Bürger zäh um eine Verbesserung der Torpassagen.

1868 erhielt das Krökentor eine gestrecktere Passage (12), die nun durch die Bastion „Hessen“ (10) verlief.



1860 kam es im Zusammenhang mit dem Bau der Kaserne „Mark“ (14, siehe Kasernen) zu Veränderungen in den Wallanlagen. So wurde 1863 auch die Torpassage der Hohen Pforte (22) neu trassiert.

Sie führte nun westlich an der Bastion „Hessen“ detachiert (21) vorbei.






Auf einem alten Flottwell-Foto in Blickrichtung Altstadt erkennt man sehr gut die rechte Flanke der Bastion „Hessen“. Heute befindet sich dort der Universitätsplatz.

2004 wurde bei den Bauarbeiten für einen Tunnel die Facenspitze der Bastion freigelegt, untersucht und anschließend endgültig beseitigt.



Das einstige Gelände der Bastion „Hessen“ detachiert befindet sich heute mitten auf dem Uni-Campus der Otto-von-Guericke-Universität.

Unter der Erde, nur durch ein kleines Loch begehbar, sehen die noch vorhandenen Gewölbe der alten Bastion einer ungewissen Zukunft entgegen.










Quellen